Die Existenzformen der Sprache in der mittelhochdeutschen Zeit


Die Existenzformen der Sprache in der mittelhochdeutschen Zeit
Die vorherrschende Existenzform der deutschen Sprache bleiben wie auch in der ahd. Zeit die Territorialdialekte. Sie sind die alleinige Sprachform, der sich Bauern, Handwerker, Handler und auch ein großer Teil der Adeligen bedienen.
Der Beginn der schriftlichen Überlieferung der deutschen Sprache um 770 eröffnet die althochdeutsche Periode und im Mhd. erweitert sich der Geltungsbereich des geschriebenen Deutsch. Die Verwendung der deutschen Sprache als Schriftsprache nahm in der mhd. Zeit zu. Lateinisch spielt eine große Rolle im schriftlichen Verkehr, wird aber allmählich von der deutschen Sprache verdrängt. Zum Unterschied von der geistlich-klösterlichen Kultur der ahd. Zeit entsteht in der mhd. Zeit eine weltliche ritterlich-höfische Kultur, die sich bewusst der deutschen Sprache bedient.
Ein reiches kulturelles Leben, also die wichtigsten Kulturzentren der mhd. Zeit entstehen um die Mitte des 12 Jh am mittleren und unteren Rhein. Hauptwerke der mittelrheinischen Literatur sind
die Spielmannsepen: König Rother" und „Herzog Ernst", die die Traditionen der allen epischen Volksdichtung fortsetzen und von fahrenden Spielleuten vorgetragen wurden,
die Übersetzungsromane in Versen: das „Rolandslied" des Regensburger Geistlichen Konrad (Pfaffe Konrad), dem altfranzösischen Epos des 11. Jh. nachgedichtet, das „Alexanderlied" des Pfaffen Lamprecht.
Reimchroniken: die ..Kaiserchronik", das Leben und Wirken römischer und deutscher Kaiser von Cäsar bis Konrad III. behandelnd;
die ersten höfischen Epen (Ritterromane in Versen): ..Eneit". das Epos vom Trojaner Helden Äneas. geschaffen vom hervorragenden flämischen Dichter Heinrich von Veldeke (um 1140- 1200). dem Begründer des höfischen Epos in Deutschland und Schöpfer zahlreicher lyrischer Gedichte
Am Ende des 12.Jh verlagert sich das Zentrum des kulturellen Lebens nach Sudwesten. Also entsteht ein neues Kulturzentrum am Oberrhein (Herzogtum Schwaben unter der Dynastie der Staufer) mit den Städten Strassburg, Augsburg, Worms, Mainz.
Das Kennzeichen der mittelhochdeutschen Sprachperiode ist aber, dass sich neben den Territorialdialekten neue Existenzformen der deutschen Sprache zu entwickeln beginnen. Einen mächtigen Anstoß dazu gibt das Aufblühen der weltlichen Dichtung und die Entwicklung verschiedener Gattungen der Prosa.
Die höfische Dichtung erreicht im 13. Jh. auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung große Formvollendung. Das Schaffen der mittelhochdeutschen Dichter kennzeichnet das Streben nach strengem Maß und einwandfreiem Reim. Es entsteht ein besonderer literarischer Stil - der Stil der höfischen Dichtung mit einigen Abarten je nach den einzelnen Gattungen der Dichtung.
Die literarischen Gattungen der mittelhochdeutschen Dichtung
Versepen (Heldenepen und höfische Epen)
Lyrik (Minnesang)
Hartmann von Aue – Ritter - der Verfasser der höfischen Epen „Erek" und .Iwein ". der Versiegende „Der arme Heinrich" und zahlreicher Kreuzzugs und Minnender
Gottfried von Strassburg – Bürgerlicher - der Verfasser des höfischen Epos „Tristan"
Wolfram von Eschenbach - der Ritter - der Verfasser des Versromans „Parzival"
Reich vertreten ist im Süden auch die ritterliche Lyrik. Außer den lyrischen Dichtungen Hartmanns von Aue und Wolframs von Eschenbach sind vor allem Rheinmar der Alte, Rheinmar von Hagenau und Walther von der Vogelweide zu nennen.
Aus dem bairisch-österreichischen Sprachraum stammen die Heldenepen, die an die altgermanischen mythischen und historischen Sagen anknüpfen. Ihre Verfasser sind unbekannt; möglicherweise sind sie das Produkt kollektiver Überlieferung alter Sagen. Es sind das „Nibelungenlied", eines der hervorragendsten mittelalterlichen deutschen Epen, das die altgermanische mythische Sage von Siegfried und die historische Sage vom Untergang des Burgundenreiches vereinigt.
Besonderheiten der mhd.DichtungSehr beliebt werden in der Dichtung Epitheta ornantia, wie z. B. ein kumnj* edel mute rieh ein edler und mächtiger Konig'
Die Gedankenwelt der ritterlichen Verdichtung bringt in die Sprache der Dichtungen neue Lexik mit sich. Im Heldenepos sind beliebt: degen Held", recke Kneier'. wine Freund*. Geliebter. In den höfischen Epen und in der Lyrik: minne 'Liebe', triuwe 'Treue'', französische Entlehnungen: turnei 'Turnier castel 'Schloss'.
Die Dichter in der mhd. Periode sind bestrebt, die auffälligsten Dialektismen, d. h. die primären Merkmale einzelner Territorialdialekten, die vor einem größeren Hörerkreis einen komischen Effekt hervorrufen und in zu krassem Widerspruch zur gebotenen Vornehmheit der künstlerischen Form stehen konnten, zu vermeiden. Doch weisen die Literaturdenkmaler jener Zeit noch einen großen Einfluss der heimatlichen Mundart des Verfassers auf.
Im Unterschied zu der ahd. Periode, für die fast ausschließlich geistliche Prosa charakteristisch war, entwickeln sich verschiedene Gattungen von Prosa.
die geistliche Prosa
Predigtsammlungen, Bibelübertragungen, Psalter. Unter den Predigtsammlungen sind die Predigten des fahrenden Volkspredigers Berthold von Regensburg (1220-1272) von besonderer sprachhistorischer Bedeutung. In ihnen entwickelt sich eine neue Stilgattung der deutschen Originalprosa - die rednerische Prosa, die sich unmittelbar an den Hörer wendet, rhetorische Fragen, sprichwörtliche Redewendungen gebraucht und die volkstümliche Sprache des Alltags verwendet.
die historische Prosa: (die Sächsische Weltchronik) Chroniken r Städte
Rechtsprosa (Sammlungen von Gesetzen) - Die Aufschwung der Städte und die Entwicklung der städtischen Selbstverwaltung erforderten auch die Aufzeichnung des Stadtrechts. Die ersten Sammlungen des Stadtrechts werden im 12. Jh. noch lateinisch verfasst, doch schon im 13. Jh. entstehen die ersten deutschen Aufzeichnungen. Das erste und bedeutendste Werk deutscher Rechtsprosa ist der „Sachsenspiegel", eine Aufzeichnung des sächsischen Rechts Der Patrizier Eike von Repgow.
Geschäfts- und Kanzleiprosa: bis zum 13 Jh bedienten sich die Kanzleien, sowie die Notare und die Gerichtshofe ausschließlich des Lateins. Doch Ende des 12.Jhs dringt die deutsche Sprache vor, zuerst im Verkehr mit der Stadtverwaltung und in privatrechtlichen Urkunden, Handelsverträgen. Dann wird der Gebrauch der dt.Sprache in den kaiserlichen Kanzleien zur Regel. Auf diese Art bildet sich noch eine funktionale Stilart der deutschen Prosa - der Kanzleistil mit seiner eigenen Terminologie, seinen Redewendungen und Formeln heraus.
Anfänge der wissenschaftlichen Prosa (Arzneibücher, naturkundliche Schriften). Die ersten Schriften, die zur wissenschaftlichen Prosa gerechnet werden können, stammen bereits aus dem 11 Jh. (der „Physiologus“ (Übersetzung eines mittelalterlichen Handbuches für Zoologie, „Merigarto“ eine Beschreibung der Erde) und einige Arznei- und Kräuterbücher). In der darauffolgenden Zeit erscheinen mehrere Arzneibücher sowie naturkundliche Schriften, vor allem der deutsche „Lucidarius“ (um 1190). der neben theologischen Belehrungen Geographie. Kosmographie. Astronomie und Physiologie behandelte und bis zum 16. Jh. das beliebteste Volkslesebuch blieb. Diese Prosagattung steht aber natürlich noch in den Anfangen Vorherrschend auf dem Gebiet des Wissens bleibt das Latein.
Die Sprache der mhd. Dichter und die Sprache der Prosagattungen, die streifen die primären Merkmale von Territorialdialekten ab und streben immer mehr dem sprachlichen Ausgleich zu. ist eine Übergangsform vom Territorialdialekt zur einheitlichen Literatursprache. Sie erhebt sich über den einzelnen Territorialdialekten und hat in diesem Sinne bereits übermundartlichen Charakter. Also
Um die Mitte der behandelten Sprachperiode kommt auch ein erster Ansatz zu einer gemeindeutschen Literatursprache auf. Es ist das sog. klassische Mittelhochdeutsch, das sich Ende des 12. Jh. in Verbindung mit der höfischen Literatur Süd- und Mitteldeutschlands herausbildet und bis ins 14.Jh hinein fortlebt.
Das klassische Mittelhochdeutsch der höfischen Dichtung lässt sich keiner bestimmten Sprachlandschaft zuordnen. Es weist starke überlandschaftliche Tendenzen auf, die ihren Ausdruck darin finden, dass die Dichter einerseits in der Lautform, Wortform und Wortwahl mundartliche Eigenheiten vermeiden und andererseits gern Parallelformen gebrauchen, die mit verschiedenen Sprachlandschaften verbunden sind. So stehen oft in derselben Dichtung die alemannischen gan 'gehen', stan 'stehen' und das bairische gen. sten nebeneinander. Beliebt sind auch paarweise verbundene territoriale lexikalische Dubletten wie blide unde fro. 'froh',
Die überlandschaftlichen Tendenzen in der klassischen mittelhochdeutschen Dichtersprache wurden durch lebhaften Verkehr der Ritter über die landschaftlichen Grenzen hinweg bei Turnieren, Hoffesten, Reichstagen und auf Kriegszügen begünstigt. Sie sicherten auch den Erfolg der mündlich vorgetragenen Dichtungen an den Höfen verschiedener Fürsten, da die Dichter sich oft fern von ihrer Heimat an verschiedenen Fürstenhöfen aufhielten.
Das klassische Mittelhochdeutsch entwickelte sich auf hochdeutscher Grundlage. Die Sprache der süddeutschen Dichter Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach, Gottfried von Straßburg wurde zum Vorbild für alle Dichter dieser Epoche. Dass auch viele niederdeutsche Dichter die klassische mittelhochdeutsche Literatursprache nachahmten, verlieh ihr den Charakter einer überlandschaftlichen gemeindeutschen Literatursprache.
Das klassische Mittelhochdeutsch büßte jedoch gegen Mitte des 13 Jh. seine führende Rolle ein, da die vorherrschende politische und kulturelle Stellung des schwäbisch-fränkischen Südwestens in der Geschichte Deutschlands nur von kurzer Dauer war und bald an die anderen Gebiete Deutschlands überging. Auch die ritterliche Dichtung, die die klassische mittelhochdeutsche Dichtersprache ins Leben gerufen hatte, starb bis zum 14.Jh fast gänzlich aus. An ihre Stelle trat allmählich die städtische oder bürgerliche Literatur, die sich durch eine volkstümlich derbe, stark mundartlich gefärbte Sprache auszeichnete.
Sie ist durch folgende Gattungen vertreten
Schwanke, d h. derb komische Kurzgeschichten, z. B. der „Pfaffe Amis" des fahrenden Dichters Stricker, eine Sammlung von Schwanken über den listigen Pfaffen Amis,
didaktische Dichtung - gereimte Spruche mit belehrendem Inhalt, z. B. das Lehrgedicht des fahrenden Dichters Freidank ..Bescheidenheit .
Versnovellen, z.B. die Verserzählung des österreichischen Dichters Wernher der Gärtner ..Meier Helmbrecht" (1275).
satirische Dichtung: „Das Tierepos über Rheineke, den Fuchs“
Bevor über die Gründe der nicht dauerhaften Periode der klassischen Mittelhochdeutschen zu sprechen, brauchen wir die Situation zu beschreiben.
Der deutsche Sprachraum hat sich durch die feudale Ostexpansion erweitert durch die Expansion nach Osten und die Eroberung slawischer und baltischer Gebiete. Es geschah in den 12.-13. Jahrhunderten.
Aggression der deutschen Feudalherren gegen die westslawischen Stämme. Territorien erobert:
die Lausitz – die Mark Lausitz und die Mark Meissen gegründet (sp.Obersachsen)
zw.Oder und Elbe und an der Ostsee – die Markgrafschaft Brandenburg, das Herzogtum Meklenburg, das Herzogtum Pommern gegründet
Interresant - Infolge der deutschen Eroberung wurden viele slawische Ortsnamen eingedeutscht, so d. Brandenburg (Бранный бор), Leipzig (Липецк). Lübeck (Любеч), Breslau (Вроцлав), Pommern (Поморье).
Die slawische Bevölkerung wurde massenweise vernichtet. Sie wurden mit Gewalt christianisiert und eingedeutscht Die slawische Kultur wurde ausgerottet.
Aggression der deutschen Feudalherren gegen die baltischen Stämme
Die geistlichen Ritterorden (Deutscher Orden, Orden der Schwertbruder) drangen in Livland und Estland ein, verwüsteten sie, betrieben die grausamste Eroberungs- und Germanisierungspolitik und begründeten hier die Ordensstaaten. die sie an das Heilige Römische Reich angliederten.
1230 drangen die Ritter des Deutschen Ordens in das Stammland des baltischen Volkes der Preußen (litauischer Stamm der Pruzzen) - gründeten auf seinem Territorium den Staat des deutschen Ordens (später Herzogtum Preußen)
Die deutsche Sprache fand auch in Böhmen und Mähren. Verbreitung, da sie seit Ausgang des 10. Jh. dem Römischen Reich angehörten.
Auch im Königreich Polen verbreitete sich die deutsche Sprache, vor allem in den Städten. Die polnischen Fürsten und Könige sahen es gern, wenn sich deutsche Kaufleute und Handwerker in großer Zahl in den polnischen Städten niederließen
In den besetzten und kolonisierten östlichen Gebieten entwickelten sich neue Dialekte der deutschen Sprache. Diese neuen Dialekte unterscheiden sich von den alten deutschen Dialekten nicht nur durch ihren Ursprung, sondern auch durch ihre Beschaffenheit und werden daher als Kolonial- oder Siedlungsdialekte bezeichnet. Ihre Eigenart ist dadurch bedingt, dass die eroberten östlichen Gebiete aus verschiedenen Gegenden des deutschsprachigen Stammtandes besiedelt wurden, was zur Integration der Dialekte (d. h Mischung und Verschmelzung der Dialekte) führte.
Der Norden und Nordosten des besetzten Territoriums wurden vorwiegend aus dem Nordwesten, aus dem niederdeutschen Sprachraum besiedelt. Hier entwickelten sich entsprechend neue niederdeutsche Dialekte, und zwar ostniederdeutsche Dialekte: Mecklenburgisch. Brandenburgisch, Pommersch.
Im Osten des neugewonnenen slawischen Territoriums (die Marken Meißen. Lausitz und Schlesien) entwickelten sich die ostmitteldeutschen Dialekte, denen sich auch das benachbarte Thüringen anschloss. (besiedelt aus verschiedenen Teilen Deutschlands - vereinigt es in sich auch mehrere niederdeutsche und oberdeutsche Charakterzüge).
Das klassische Mittelhochdeutsch als eine erste gemeindeutsche Sprachform hatte keine Aussichten auf dauerhaftes Fortbestehen, da es als ritterliche Dichtersprache eine Sondersprache mit sehr enger sozialer Basis und nicht weniger engem Bereich des Funktionieren war. Auch waren in jener Zeit die Kommunikationsverhältnisse für die Herausbildung einer einheitlichen gemeindeutschen Sprachform noch nicht gereift (Deutschland blieb wirtschaftlich und politisch zersplittert und uneinig, ständige Hader zwischen den Feudalherren, die alten Herzogtümer waren im 13. Jh. in mehrere kleine feudale Territorien zersplittert. Es bestanden unzählige Herzogtümer, Grafschaften, Markgrafschaften - das alles führte zur weiteren Zersplitterung der Dialekte).
Die Integrationstendenzen in den kolonialen Territorialdialekten und den Verkehrssprachen der Städte (Gleichzeitig mit der Vertiefung der mundartlichen Zersplitterung der altdeutschen Dialekte, die hauptsächlich für die ländlichen Verhältnisse kennzeichnend ist, vollzieht sich in den aufblühenden deutschen Städten des Westens dieselbe Integration der Dialekte, die wir oben für die östlichen Kolonialgebiete verzeichneten. Der Ausgleich der Dialekte und ihre Integration in den Stadien war durch ihre gemischte Bevölkerung sowie durch den Verkehr zwischen den Städten bedingt. Die Integration der Dialekte in den Städten vollzog sich im Osten wie im Westen) - so kann man sagen, dass die Integration sich nicht nur in der geschriebenen Sprache, sondern zum Teil auch in ihrer mündlichen Gebrauchsform ankündet.
Hand in Hand mit der Entwicklung neuer Existenzformen der Sprache und mit der Erweiterung ihres Geltungsbereiches musste die Vertiefung der sozialen und funktionalen Schichtung der Sprache gehen sowie die Entfaltung ihrer Stilarten.
Die soziale Schichtung der Sprache, die bereits auch in althochdeutscher Zeit bestanden hatte, vertieft sich mit der Entwicklung neuer Existenzformen der Sprache, da Angehörige verschiedener Klassen an den einzelnen Existenzformen der Sprache verschiedenen Anteil hatten. Die Bauern beherrschten nur ihre heimische Mundart und bekamen die übermundartlichen Ausgleichsformen der Sprache nur vom Prediger, Richter zu hören. Alle anderen Existenzformen der deutschen Sprache sowie das Latein, das noch immer internationale Sprache von Bildung. Wissenschaft und Recht war, sowie die Kenntnis lebender Fremdsprachen waren ein Monopol der herrschenden Klasse, des geistlichen und weltlichen Feudaladels, und einer dünnen Oberschicht des aufkommenden Bürgertums, wenn auch die Beherrschung verschiedener Sprachformen bzw. Sprachen je nach Bildung und gesellschaftlichem Rang auch innerhalb des Adels sehr stark variierten.
Die funktionale Schichtung der Sprache und die Entfaltung ihres Stilsystems hingen aufs engste mit der Entwicklung der Dichtung und verschiedener Prosagattungen zusammen. Im mittelhochdeutschen Schrifttum spiegeln sich der dichterische Stil, die höfische Kunstsprache der aufkommende rednerische Stil sowie die Funktionalstile der Amts- und Wissenschaftssprache ab. Es entwickeln sich die entsprechende Terminologie, beliebte Redewendungen und Formeln.
Die wachsende Arbeitsteilung und das Aufblühen des städtischen Handwerks mussten die Entwicklung der Berufslexik und der Berufssprachen fördern, doch gibt die schriftliche Überlieferung der mittelhochdeutschen Zeit leider noch keinen genügenden Aufschluss darüber.

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